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Ustermer Stadtrat präsentiert ausgeglichenen Voranschlag 2011

Der Steuerfuss in Uster soll dank dem ausgeglichenen Budget weiterhin 112 Prozent betragen. Langfristig kann die Stadt aber nicht alle Investitionen tätigen.

Von Walter von Arburg Uster – Laut Prognosen wird die Stadt Uster im kommenden Jahr 225 Millionen Franken ausgeben und ebenso viel einnehmen. In diesem Jahr sieht die Hochrechnung laut Finanzvorstand Werner Egli (SVP) Ausgaben von lediglich 208 Millionen vor. «Die Steigerung mag zunächst erschrecken. Aber der grösste Teil davon wird durch höhere Einnahmen kompensiert», sagte Egli gestern vor den Medien. Die Globalkredite der 17 Geschäftsfelder betragen 94,1 Millionen Franken. Im Vergleich zum Voranschlag 2010 (ohne genehmigte Nachtragskredite) sind das 0,8 Prozent mehr. Grund für die Erhöhung sind laut Egli Mehrausgaben bei der Pflegefinanzierung, der Schulsozialarbeit, Sonderschulungen, ZVV und wegen des Ausbaus bei der Polizei. Dennoch ist die Zunahme weniger stark, als Teuerung und Bevölkerungswachstum erlauben. Den Steuerfuss will der Stadtrat bei 93 Prozent belassen. Weil auch die Sekundarschulpflege ihren Steuerfuss unverändert bei 19 Prozent beibehalten will, dürfte der Gesamtsteuerfuss Usters im kommenden Jahr 112 Prozent betragen. Damit entspräche er wie bereits dieses Jahr dem kantonalen Durchschnitt. «Für 2011 rechnen wir mit 15,7 Millionen Franken an Steuerkraftausgleich vom Kanton», sagte der Finanzvorstand. Dieses Jahr werden es gut 12 Millionen sein. «Damit wir auch weiterhin Steuerkraftausgleich erhalten, können wir unseren Steuerfuss nicht senken.» Im Vergleich zum Voranschlag 2010 rechnet der Stadtrat 2011 mit 2,1 Millionen Franken Mehreinnahmen. Grund dafür ist vor allem die Zunahme der Einwohnerzahl. Jährlich ziehen im Schnitt rund 600 Personen mehr nach Uster, als aus der Stadt abwandern. Auch wenn diese Zuzüger für mehr Steuereinnahmen sorgen – der Stadtrat will die Entwicklung der Bevölkerungsstruktur genau beobachten. 93 Prozent aller Steuern werden in Uster von natürlichen Personen bezahlt. Nur gerade 7 Prozent stammen von Firmen, also juristischen Personen. Und weil Uster keine bedeutenden Industrielandreserven hat, mit denen Grossfirmen angezogen werden können, werden weiterhin natürliche Personen die steuerliche Hauptlast tragen. Laut Werner Egli bemüht sich der Stadtrat darum, gute Steuerzahler nach Uster zu locken. Damit will die Stadtregierung eines ihrer neuen finanzpolitischen Ziele erreichen, die Anhebung der Ustermer Steuerkraft auf das kantonale Mittel. Derzeit liegt die Steuerkraft eines Ustermers bei 2700 Franken, das Kantonsmittel beträgt knapp 3500 Franken. Investitionen zurückstellen Im kommenden Jahr will der Stadtrat Investitionen von 19,1 Millionen Franken tätigen. Saniert oder erweitert werden sollen zum Beispiel das Hallenbad, das Schulhaus Krämeracker, das Pünt-Areal, das Stadthaus und das Feuerwehrgebäude an der Dammstrasse. Allerdings kann die Stadt nur Projekte für 15 Millionen aus dem eigenen Sack bezahlen. Der Stadtrat wird laut Werner Egli nochmals über die Bücher gehen und Prioritäten setzen. «Sonst erreichen wir das finanzpolitische Ziel einer angemessenen Selbstfinanzierung nicht.» Dies sei aber wichtig, damit sich die Stadt nicht neu verschulde. Der Finanzvorstand betont, dass dieses Ziel zur Folge habe, dass in erster Linie die Infrastruktur zu unterhalten sei und Neubauten erst in zweiter Linie realisiert werden könnten. Das Nettovermögen der Stadt wird Ende 2011 noch 62 Millionen Franken betragen.

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