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Usters Grüne sind für eine 2000-Watt-Stadt

Uster soll dem Vorbild von Illnau-Effretikon folgen und beim Umweltschutz aktiver werden: Dazu lancieren die Grünen eine Volksinitiative.

Uster. - Uster sei zwar seit 2001 Energiestadt, der Klimaschutz habe aber noch immer nicht erste Priorität, finden die Grünen. So sitze im Verwaltungsrat der Energie Uster keine Fachperson mit Kompetenzen in ökologischen Fragen. Und der Stadtrat lehne die Einzelinitiative der früheren SP-Gemeinderätin Patricia Bernet ab, die Bau- und Zonenordnung im Sinne der Vision Energie 2050 zu ändern. Die Vision zielt darauf ab, bis 2050 den CO2-Ausstoss von heute neun auf eine Tonne pro Einwohner zu reduzieren. Die Haltung des Stadtrates sei «enttäuschend», die Exekutive habe «die Zeichen der Zeit nicht erkannt», kritisieren die Grünen. Sie legen nun nach und starten am 21. November, dem «grünen Ustertag», mit der Unterschriftensammlung für eine Volksinitiative unter dem Titel «Umweltschutz konkret». Mit der Initiative wollen sie den Klimaschutz in der Gemeindeordnung festschreiben.

Sparen ohne Komforteinbusse

Ziel ist die sogenannte 2000-Watt-Gesellschaft, ein von der ETH Zürich entwickeltes energiepolitisches Modell. Dahinter steckt die Überzeugung, dass Schweizer mit einem Drittel der heute pro Kopf verbrauchten Energie auskommen können, ohne auf wesentliche Annehmlichkeiten verzichten zu müssen. Mit der Initiative wollen die Grünen die Stadt Uster verpflichten, im Rahmen ihrer Zuständigkeit «für die Erhaltung der Lebensgrundlagen und für den schonenden Umgang mit den natürlichen Ressourcen» zu sorgen. Konkret soll sie erneuerbare Energiequellen und die Energieeffizienz fördern, den Verbrauch auf 2000 Watt und den CO2-Ausstoss auf eine Tonne pro Einwohner senken.

Klimaschutz könne auf verschiedenen Ebenen betrieben werden, schreiben die Grünen in einer Medienmitteilung. In einer städtischen Kommission könnten Schritte in Richtung 2000-Watt-Gesellschaft erarbeitet und aufgezeigt werden - so wie dies die Stadt Illnau-Effretikon mache. Schwerpunkte seien dabei planerische Massnahmen, Förderprogramme und Pilotprojekte in Zusammenarbeit mit Privaten.

Damit die Initiative zustande kommt, benötigt die Grüne Partei von Uster 600 gültige Unterschriften.

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