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Valiant schluckt zwei Banken

Die Berner Bankengruppe Valiant schreitet auf ihrem Expansionspfad voran: Sie übernimmt die Spar+Leihkasse Steffisburg und die Caisse d’Epargne de

Alle paar Monate ist es so weit: Die Berner Bankengruppe übernimmt eine Regionalbank. Gestern waren es gar zwei auf einmal – die Spar+Leihkasse Steffisburg und die Caisse d’Epargne de Siviriez (FR). Die Übernahme der Spar+Leihkasse Steffisburg kommt nicht überraschend: Im August 2007 sind die beiden Banken bereits eine strategische Partnerschaft eingegangen. Seither hat Valiant ihren Anteil an der Bank auf 19 Prozent erhöht. «Zwischen den Vertretern der beiden Banken besteht schon seit Jahren ein freundschaftliches Verhältnis», sagte Valiant-Präsident Kurt Streit an einer Telefonkonferenz. Die Verantwortlichen betonten gestern, dass die Spar+Leihkasse Steffisburg ihren Namen auch unter dem Valiant-Dach behalten wird. Kritisch beobachtet wird dieser Schritt vor allem von der AEK Bank 1826, der grössten Regionalbank in Thun. Dies vor allem auch, weil die Spar+Leihkasse Steffisburg eine Filiale beim Bahnhof in Thun betreibt. Doch Bankchef Remo Häcki gibt sich gelassen: «Für uns ist das kein Nachteil. Wir sind jetzt die einzige Regionalbank, die hier gewachsen und verankert ist», sagte er auf Anfrage. Hohes Reservepolster Die Spar+Leihkasse Steffisburg weist eine Bilanzsumme von 544 Millionen Franken auf und beschäftigt 21 Mitarbeitende, die weiterbeschäftigt werden. Im ersten Halbjahr erzielte sie einen Gewinn von 3 Millionen Franken. Die Bank weist ein Eigenkapital von rund 60 Millionen Franken aus. Dies entspricht dem Dreifachen der gesetzlichen Vorgabe. Valiant bezahlt die Übernahme mit eigenen Aktien. Für eine Aktie der Spar+Leihkasse Steffisburg erhalten die Aktionäre 23 Valiant-Aktien, was einem Wert von 4600 Franken entspricht. Bislang war die Aktie für 4000 bis 4200 Franken gehandelt worden. Die Spar+Leihkasse Steffisburg wird im Rahmen dieser Transaktion mit 73,6 Millionen Franken bewertet. Valiant will zur Abwicklung dieser Transaktion neue Aktien herausgeben und die Bank rückwirkend auf den 1.Juli 2009 übernehmen. Die Aktionäre sollen dieses Vorgehen an einer ausserordentlichen Generalversammlung, die am 26.Oktober stattfinden wird, absegnen. Mit dieser Übernahme verfügt Valiant nun bereits über eine zweite Basis im Berner Oberland: Im vergangenen Jahr hat Valiant bereits die Obersimmentalische Volksbank mit Sitz in Zweisimmen übernommen. Vorstoss nach Westen Valiant gab gestern einen weiteren Vorstoss in Richtung Westschweiz bekannt: Ihre Westschweizer Tochterbank Banque Romande Valiant übernimmt die kleine Freiburger Regionalbank Caisse d’Epargne de Siviriez, die im Glanebezirk beheimatet ist. Die Bank weist eine Bilanzsumme von 108,6 Millionen Franken aus und beschäftigt vier Mitarbeitende. Auch diese Bank bezahlt die Valiant-Gruppe mit eigenen Aktien. Der Wert der Transaktion beläuft sich auf 10 Millionen Franken. Stefan Schnyder >

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