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Velofahrer und Fussgänger Streit auf dem Glattuferweg in Dübendorf, TA vom 27. April

Velofahrer und Fussgänger Streit auf dem Glattuferweg in Dübendorf, TA vom 27. April Miteinander statt gegeneinander. Auslöser des Konfliktes zwischen dem Fussgänger und Velofahrer war das Fahrverbotsschild. Dadurch fühlte sich der Fussgänger nicht nur provoziert, sondern auch im Recht, die fehlbaren Velofahrer zurechtzuweisen. Man kann davon ausgehen, dass ohne dieses Verbotsschild der Konflikt so nicht ausgebrochen wäre. Nun prüft die Stadt, mit baulichen Massnahmen das Verbot wirkungsvoller durchzusetzen. Es gäbe aber auch eine andere Lösung: Man könnte Fussgänger und Velofahrer den Weg gemeinsam nutzen lassen. Dass dies auch auf engen Wegen in der Stadt und auf dem Land möglich ist, zeigen zahlreiche Beispiele, wie ich sie aus Winterthur und Basel und anderen Orten kenne. Man könnte das Verbotsschild ohne weiteres ergänzen mit der Mahnung «Velofahrer, bitte langsam» oder «Velofahrer, bitte rücksichtsvoll». Warum nicht miteinander statt gegeneinander? Martin Heer, Winterthur Velofahrer jenseits der Velowege. Am Ostersonntag wanderte ich auf dem offiziellen Wanderweg von Regensberg nach Baden und anschliessend nach Killwangen. Ich war doch sehr erstaunt, auf dem Lägerengrat drei Biker anzutreffen. Im Fahrverbot von Wettingen nach Killwangen, einem schmalen Wanderweg, traf ich ebenfalls mehrere Radfahrer. Neuerdings ist man auch an der Zürcher Tramhaltestelle Stauffacher nicht mehr sicher, da Velofahrer rücksichtslos durch die Wartenden fahren. Ich bin nicht mehr bereit, mit meinen Steuern teure Velowege zu finanzieren, wenn diese doch nicht benützt werden. Rose Zschokke, Zürich Die Holländer machen es besser. Hier ein Beispiel, wie es funktionieren könnte: In Holland bekommt jedes Kind ein Velo. Egal, ob es später Fussgänger oder Automobilist wird. Interessanterweise wird das Kind später beides. Es wird von klein an in allen Disziplinen erzogen. In Holland schaut jeder auf jeden im Verkehr. Dem Automobilisten ist es egal, ob ein Velofahrer nur «seinen» Teil der Strasse benützt, Hauptsache, er kann ihm ausweichen. Dem Fussgänger ist es ebenfalls egal, ob ein Velofahrer «seinen» Teil des Weges benützt. Hauptsache, er wird nicht über den Haufen gefahren. Der Velofahrer benützt hauptsächlich seinen Strassenteil, er ist dort am sichersten. Es wird nie oder sehr selten bei Rot über die Kreuzung gefahren. Der Velofahrer scheut sich aber nicht, im gegebenen Fall auszuweichen, aufs Trottoir oder auf die Autofahrbahn. In Holland schaut jeder auf den anderen, nimmt Rücksicht und passt sich automatisch dem anderen Verkehrsteilnehmer an. Der Fussgänger hält an oder läuft schneller, der Velofahrer bremst oder gibt Gas, er schaut wie ein Autofahrer weit voraus und überlegt sich, kann ich noch vor oder hinter dem Fussgänger vorbei. Das Gleiche überlegt sich der Fussgänger. Der Automobilist weicht aus, ohne zu hupen. Theodor Bos, ZürichFussgänger, Auto- und Velofahrer «In Holland nimmt jeder Rücksichtund passtsich automatisch dem anderenVerkehrsteilnehmer an.»

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