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Von Regine Imholz

Ein Plakat, das an der Christbaum-Olympiade in Uetikon für einen Onlineshop für Sexspielzeug warb, sorgt nun für Aufregung.

Von Regine Imholz Uetikon – Artur Meier rieb sich die Augen, als er bei seinem Besuch an der Uetiker Christbaum-Olympiade auf ein Plakat mit dem Aufdruck Popperware.ch stiess. Dass es sich dabei nicht etwa um Plastikbehälter für Esswaren handelt, wurde ihm klar, als er die Adresse auf seinem iPhone ins Internet eintippte: Dahinter steht ein Meilemer Onlineshop für Sextoys. «So etwas gehört nicht an einen Familienanlass», sagt er. Das Plakat sei direkt über einer Tanne angebracht gewesen, die von Kindern geschmückt worden sei. Den Veranstaltern sei es wohl nur ums Geld gegangen. Dass es bei dem umstrittenen Werbeauftritt tatsächlich um die Finanzen ging, bestätigt Initiator Matthias Rüegg: «Irgendwoher muss das Geld ja kommen», sagt er. Ihm habe noch ein Sponsor gefehlt, und über einen Kollegen sei er an die Adresse des Meilemer Sexspielzeuganbieters gekommen. Dieser habe sich sofort anerboten, die fehlenden 100 Franken beizusteuern. «Wir sind nicht auf Gewinn aus», sagt Rüegg. Während die Besucher mit den Tannenbäumen über den Parcours flitzten und sich im Baum-Weitwurf versuchten, sei ihm zwar aufgefallen, dass einige Besucher über das Plakat diskutiert hätten. Doch die Aufregung um das Plakat könne er nicht nachvollziehen. Schliesslich seien damit die Erwachsenen angesprochen. «Die Kinder haben den Aushang gar nicht beachtet.» Und überhaupt sähen die sich im Internet ganz andere Sachen mit sexuellen Inhalten an. Dagegen sei dieses Plakat geradezu harmlos. Dass sie die Meilemer Firma als Sponsor angefragt hätten, sei zwar ein Notnagel gewesen, aber man müsse das Geld einfach da nehmen, wo man es bekomme.

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