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Von René Donzé

Die Museumsstrasse soll unter den Boden, damit der Stadtpark vergrössert werden kann, fordert die Parkhaus AG. Sie will unterirdische Parkplätze erstellen.

Von René Donzé Winterthur – Ein grosser Park soll in ein paar Jahren mitten in Winterthur das Museum Oskar Reinhart, das Kunstmuseum und das Stadttheater verbinden. Die Museumstrasse verschwindet unter dem Boden und bedient ein neues Parkhaus unter dem Stadtgarten oder bei der Lindstrasse. Diese Idee präsentierte Peter Arbenz (FDP) gestern den Medien. Der ehemalige Stadtrat und Bauvorstand von Winterthur und spätere eidgenössische Flüchtlingsdelegierte, ist heute Verwaltungsratspräsident der Parkhaus AG. Die Firma hatte beim Ingenieurbüro BBS Machbarkeitsstudien in Auftrag gegeben und ist zum Schluss gekommen, dass ihre Ideen umsetzbar wären. «Wir sind Fans von Winterthur», begründete Arbenz das Engagement der Parkhaus AG. Uneigennützig sind deren Pläne nicht: Sie hatte vierzig Jahre lang das Archparkhaus neben dem Bahnhof betrieben, das kürzlich abgerissen wurde, weil es einem Einkaufszentrum weichen musste. Seither verwaltet sie lediglich noch ein paar oberirdischen Parkplätze und sucht einen Standort für ein neues Parkhaus. Während dieser Suche keimte die Idee einer tiefergelegten Museums-strasse. Die Ingenieure stellten fest, dass dies technisch machbar wäre. Über diesen Tunnel könnten sowohl die beiden bestehenden Parkhäuser beim Coop und beim Theater erschlossen werden, als auch ein neues. Die Parkhaus AG würde rund 14 Millionen in eine Anlage mit gut 400 Plätzen unter dem Stadtgarten oder an der Lindstrasse investieren (siehe Grafik). Beim Bahnhof wäre ebenfalls ein Parkhaus denkbar, doch müsste dieses von den SBB und der Bahnhofparkhaus Winterthur AG realisiert werden. Im Herbst will Arbenz Verhandlungen mit der Stadt für einen Baurechtsvertrag aufnehmen. «Das Parkhaus kann auch ohne Tieferlegung der Museumsstrasse gebaut werden», sagt Arbenz. Er rechnet dafür mit einer Bauzeit von einem Jahr. Er hofft aber, dass die Stadt den Ball aufnimmt. Vorgestern Mittwoch hat er die Pläne dem Stadtrat vorgestellt. Stadtpräsident Ernst Wohlwend begrüsst das private Engagement und bezeichnet es als städtebaulich bestechenden Gedanken, die Museumsstrasse abzusenken und den Stadtpark zu erweitern: «Das ist eine sehr schöne Idee.» Die Machbarkeitsstudie werde in die Planung des neuen Gesamtverkehrskonzepts einfliessen, das bis Ende Jahr fertiggestellt werden soll. Dies geschieht in enger Zusammenarbeit mit dem Kanton. Da es sich bei der Museumsstrasse um eine kantonale Strasse handelt, müsste der Kanton ohnehin seinen Segen geben – und Geld sprechen. Die Studie geht von 40 Millionen Franken aus. Winterthur könnte sich einen Tunnel nicht leisten: «Er lässt sich nur mit massgebender Unterstützung von aussen realisieren», sagt Wohlwend. Auch Arbenz will beim Kanton für die Idee weibeln und trifft sich bereits nächste Woche mit Baudirektor Markus Kägi (SVP).Gegenüber den Parkhausprojekten zeigt sich Wohlwend aufgeschlossen – sofern sich dadurch die Gesamtzahl der Parkplätze rund um die Altstadt nicht erhöht.

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