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Widerstand gegen Landerwerb

Das Zentrum von Illnau- Effretikon soll saniert werden. Doch die Anwohner sind mit den Plänen der Stadt nicht einverstanden.

Von Susanne Devaja Illnau-Effretikon – Illnau-Effretikon legt ein Projektdossier zur Sanierung der Bahnhof- und Rikonerstrasse sowie des Kreuzungsbereichs Gestenriet- und Illnauerstrasse vor. Der Stadtrat hat angekündigt, dass er parallel zur anstehenden Sanierung des Kantons den Strassenraum gestalterisch aufwerten wolle. Gleichzeitig soll die Lichtsignalanlage durch einen Kreisel ersetzt werden. Der Objektkredit über 2 Millionen Franken wurde bereits 2006 bewilligt, doch die angekündigte Arealüberbauung «Mittim» hat die Planung der Stadt durchkreuzt. Weil es bei «Mittim» immer noch harzt, will die Stadt den davon unabhängigen Teil jetzt vorantreiben. Davon betroffen wäre der Abschnitt von der Lichtsignalanlage bis zur Einmündung Rosenweg. Im Projektdossier, das seit letzter Woche aufliegt, ist nebst dem Kreisel unter anderem von mehr Raum für Fussgänger und öffentlichen Längsparkplätzen die Rede. Die Strassen- inklusive Gehwegbreite nimmt partiell bis zu 2 Meter zu, andernorts ab, teilweise muss sie verschoben werden. Dazu werden im Kreuzungsbereich sowie beidseits der Rikonerstrasse von acht Grundeigentümern Landabtretungen oder Dienstbarkeitsrechte über 186 Quadratmeter gefordert. «Die Stadt will vor unserer Liegenschaft drei öffentliche Parkplätze schaffen, was für uns den Verlust von sechs privaten bedeutet», sagt Markus Schwaller, Geschäftsführer des Velogeschäfts Schwaller. Stellvertretend für zwei weitere Miteigentümer des Mehrfamilien- und Gewerbehauses an der Rikonerstrasse 6 verschafft er seinem Unmut Luft. Sie seien nicht bereit, der Stadt 44 Quadratmeter Grundeigentum abzutreten. 2012 ist Baubeginn Wie die Eigentümergemeinschaft der Rikonerstrasse 6 kündigen zwei weitere Grundeigentümer an, von ihrem Einspracherecht Gebrauch zu machen. So soll auch die Eigentümerin des Hauses Rikonerstrasse 12 einen von zwei Parkplätzen einbüssen. Die im Erdgeschoss domizilierten Läden – das Blumengeschäft Horisberger und die Galerie Bano – seien auf diese angewiesen, heisst es. Laut Dieter Fuchs, Leiter der städtischen Abteilung Tiefbau, handle es sich hierbei nicht um private, sondern um öffentliche Parkplätze. Die Landabtretung beträfe einen anderen Grundstücksteil. Auch ein Landabtausch sei möglich. Ungeachtet der Widerstände, will die Stadt im Frühjahr 2012 mit dem Bau beginnen. Sollte sich gegen Ende der 8-monatigen Bauarbeiten abzeichnen, dass es dem Projekt «Mittim» weiter an konkreten Ergebnissen fehlt, will sie dann auch die zweite Etappe vorantreiben. Unklar ist jedoch, ob der Kanton mit dem städtischen Zeitplan gleichzieht oder ob er andere Prioritäten setzt. Denn auch die Brücke Süd in Effretikon sollte dringend saniert und verbreitert werden. Da während des Kreiselbaus mindestens ein Monat die Hauptbrücke beidseitig gesperrt sein wird, ist ein Parallelbau ausgeschlossen.

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