Zum Hauptinhalt springen

«Wir probieren gerne auch exotische Gerichte aus»

Die Hobbyköche des Bachser Männerkochklubs Igelbuebe bilden sich jeden Monat kulinarisch weiter. Das Menü darf gern etwas Ausgefallenes sein.

Bachs. - Seit 25 Jahren treffen sich Männer aus Bachs, Steinmaur und Umgebung einmal im Monat zu einem munteren Männerabend. Dabei wird aber nicht herumgesessen: Die Männer verfeinern gemeinsam ihre Kochkünste.

«Wir sind alle kochbegeistert», erklärt der Präsident des Männerkochklubs Igelbuebe Stephan Hischier, «gemeinsam wollen wir gut essen und dabei neue Gerichte kennen lernen.» Im Moment hat der Verein elf Mitglieder, zwei davon sind seit der Gründung 1984 dabei und immer noch genauso kochbegeistert wie damals.

Zu Hause wird vorgekocht

Das Vorgehen bei den Kochabenden ist jedes Mal dasselbe: Zwei Mitglieder setzen sich zusammen und suchen das Thema für den Abend und die dazu passenden Rezepte aus. «Damit es auch wirklich gelingt, kochen wir die Menüs zu Hause schon mal vor», sagt Stephan Hischier. Für den Einkauf der Lebensmittel sind die zwei Mitglieder genauso zuständig wie für die Leitung und Überwachung der Kocharbeiten während des Abends. «Wir probieren gerne auch exotische Gerichte aus», sagt Hischier und verweist dabei auf das neueste Thema «Mallorquinischer Herbst» mit Zackenbarsch-Pastete, gefüllten Kalmaren und Lammkeule. Wenn es allzu exotisch werde, mache man aber eine zweite Variante. Beim Menü werde auf die Saison geachtet, wenn möglich werden sogar Produkte direkt aus Bachs verwendet.

Die Kocharbeiten sind nicht zugeteilt, sondern werden variiert. Jeder Hobbykoch darf wählen, wo er mitmischt. «Wenn jemand etwas Neues lernen will, spannt er mit einem erfahreneren Mitglied zusammen», so Hischier. Für neue Mitglieder ist der Verein offen, aus Platzgründen können aber nicht mehr als fünfzehn Köche am Werk sein. «Interessierte dürfen bei uns probekochen», sagt Stephan Hischier. Wenn es dem neuen Mitglied gefalle, werde es an der nächsten Generalversammlung aufgenommen.

Die elf Hobbyköche sind im Berufsleben Ingenieure, Elektriker, Bauer, Fahrlehrer und Grafiker. Auch der Bachser Gemeindepräsident gehört zu den Kochbegeisterten. In den Verein gekommen sind alle über jemanden, der bereits dabei war. Es versteht sich, dass sie sich nicht nur zum Kochen treffen, sondern auch mal eine Vereinsreise unternehmen. So gehts im Oktober für drei Tage ins Piemont.

Catering für die Feuerwehr

«Manchmal kochen wir auch für andere Vereine», sagt Hischier, «so erhalten wir einen Zustupf für unsere Essen und unsere Reise.» Der Kochklub habe schon das Catering für 80 Feuerwehrmänner ausgerichtet und auch mal für die Jäger gekocht. Einmal im Jahr können die Ehefrauen von den Kochkünsten der Männer profitieren. Sie werden einen Abend lang mit einem 6-Gänge-Menü verwöhnt.

Ihrerseits lassen sich die Hobbyköche gerne ab und zu von einem Profikoch inspirieren und probieren aussergewöhnliche Restaurants in der Umgebung aus. «Als Nächstes werden wir zusammen mit dem Chefkoch des Restaurants Bären in Fisibach kochen», sagt Stephan Hischier. «Das Kochen soll einerseits ein Vergnügen sein, andererseits möchten wir dazulernen.» Er koche das Gelernte dann gerne für seine Gäste zu Hause nach.

Die Igelbuebe in Aktion: Stephan Hischier, Reto Ferri, Fritz Schönthal, Elmar Schriber, Matthias Eggli, Emanuel Hunziker und Herbert Schmitt (v. l.).

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch