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ZSC-Sportchef Salis: «Es wird Einzelgespräche geben»

Nach dem 1:3 gegen Servette äussert sich Edgar Salis über die Leistungen der ZSC Lions und mögliche Massnahmen.

Mit Edgar Salis sprach Philipp Muschg Edgar Salis, wie haben Sie den Samstag im Hallenstadion erlebt? Nicht gut. Es war ein klarer Schritt zurück. Das erste Drittel war noch in Ordnung, danach haben wir uns dem Spiel des Gegners angepasst. Trainer Colin Muller vermisste Kampfgeist und Durchsetzungsvermögen. Sehen Sie das gleich? Es ist sicher so, dass derzeit zu viele Leistungsträger ausser Form sind. Wenn zwei oder drei unter ihren Möglichkeiten bleiben, kann man das kompensieren. Wenn aber nur eine Handvoll ihr Potenzial erreicht, wird es schwierig. Beunruhigt Sie diese Entwicklung? Natürlich tut sie das. Wenn sie mich nicht beunruhigen würde, wäre ich als Sportchef fehl am Platz. Es ist aber auch nicht so, dass die Spieler mit ihren Darbietungen zufrieden wären. Das ist das Gute an der Sache: Es kann eigentlich nur noch aufwärts gehen. Was können Sie als Sportchef zur Besserung beitragen? Grundsätzlich ist die Arbeit mit dem Team die Aufgabe des Trainers. Aber in den kommenden Tagen wird es Einzelgespräche geben. Ich will wissen, wieso viele nicht bringen, was sie können. Ambühl ist noch torlos, Murphy verursachte gegen Servette zwei Gegentore, Westcott hat kaum Einfluss aufs Spiel. Die grossen Zuzüge blieben bisher vieles schuldig. Das ist richtig, und die drei sind die Ersten, die darüber nicht glücklich sind. Aber man kann das Problem nicht nur an diesem Trio festmachen. Alle anderen, die ausser Form sind, werden für ihren Job ebenfalls gut bezahlt. Colin Muller ist weiter auf der Suche nach den richtigen Linienkombinationen. Liegt das an ihm oder an der Zusammenstellung des Teams? Es liegt daran, dass er wie wir alle mit den Leistungen nicht zufrieden ist. Aber ich wehre mich dagegen, alles schwarzzumalen. Nach dem schlechten Start hatten wir drei Spiele aufsteigende Tendenz. Der Match gegen Servette war ein Rückschritt, aber wir haben schon am Dienstag in Kloten Gelegenheit, wieder einen Schritt in die andere Richtung zu tun. Diese Mannschaft hat ein sehr grosses Potenzial. Der Coach wünscht sich einen zusätzlichen torgefährlichen Stürmer. Zeichnen sich personelle Änderungen ab? Stand heute: Nein. Aber natürlich beobachten wir den Markt. Die nächsten Wochen sind in Nordamerika eine interessante Zeit. Edgar Salis.

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