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«Zu den freundlichen Polizisten haben wir Vertrauen»

Polizei Sie dürfen uns Polizisten ruhig Vertrauen schenken, TA vom 18. Oktober Schlechtes Image hat Gründe. Gerne würden wir Polizisten Vertrauen schenken. Aber das Image, welches sich die Polizei in den letzten Jahren zugelegt hat, macht das nicht leicht. Hier einige Beispiele: Wenn ich an die unsäglichen und kriminellen 1.-Mai-Ausschreitungen denke und anschliessend am Abend im TV den Polizeisprecher vor (eingeblendeten) zerstörten Schaufensterfronten, brennenden Containern, brennenden Autos (ganze Strassenzüge) höre, welcher sinngemäss Folgendes sagt: «Dank unserem strategisch hervorragendem Einsatzdispositiv hatten wir alles unter Kontrolle», dann bleibt so etwas im Kopf hängen. Wenn man im Kreis 4 oder 5 einer 3er- oder 5er-Patrouille in Vollkampfausrüstung begegnet, dann geht man wohl eher auf die andere Strassenseite. Oder wenn eine ähnlich aufmunitionierte Truppe am Limmat- oder Sihluferweg eine Velokontrolle durchführt, dann führt das auch nicht dazu, dass man unserer freundlichen Polizei gegenüber besonders dankbar ist. Oder wenn jemand ein Zürcher Tram ohne Ticket benutzt und der Polizei übergeben wird und sich dann anschliessend auf der Wache nackt ausziehen muss. Dieser «Schwerkriminelle» war ein englischer Tourist, welcher mit dem Billettautomaten nicht vertraut oder in Eile war und sich mit Recht über diesen «Aufwand» aufgeregt hatte. Mit ein bisschen gesundem Menschenverstand und Freundlichkeit hätte man diesem Touristen sicher ein nachhaltig positives Image von Zürich und seiner Polizei vermitteln können. Es sind diese Beispiele, welche irritieren. Ich weiss nicht, was hier schiefläuft. Manchmal glaube ich, dass die Polizisten vor jeder Patrouille oder sonstigem Einsatz von den Vorgesetzten darauf hingewiesen werden, «dass da draussen kriminelle Menschen sind, welche gerade wieder etwas ganz Schlimmes im Sinn haben». Doch wir sind nicht kriminell und planen auch keine bösen Dinge. Wir sind harmlose Bürger (und das sind mit Sicherheit rund 98,99 Prozent). Ich beneide die Polizisten wirklich nicht um ihre harten und gerechtfertigten Einsätze bei Schwerverbrechen, aber man sollte die Relationen bei den täglichen Routineeinsätzen im Auge behalten. Von den freundlichen unter den Polizisten sollte es mehr haben, zu ihnen haben wir Vertrauen. Klaus Dräger, Opfikon Wie man in den Wald ruft. Ich habe vor vielen Jahren mehrere Jahre im Kanton Zürich gearbeitet. Damals ist mir oft aufgefallen, dass im Kanton Zürich für viele Beamte, Polizisten oder Richter das Volk Feind und Gegner ist. Selbst sehr liebenswürdige Personen, mit denen ich privat verkehrte, haben sich beruflich als arrogante «Volkshasser» erwiesen. Es wundert mich daher nicht, wenn heute die Polizei die von Tobias B. beschriebenen Probleme hat. Wie man in den Wald ruft . . . Christoph Züllig, St. Gallen «Bei den täglichen Routineeinsätzen sollte man dieRelationen im Auge behalten.» Auf viele Leute wirkt das nicht vertrauenerweckend. Foto: Alessandro Della Bella (Keystone)

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