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Zürich ist für Studierende kein besonders teures Pflaster In Zürich zu studieren, ist nicht speziell teuer

Von Stefan Häne Zürich – Am weitesten geht die SVP: Sie fordert, dass ausländische Studierende an der Universität Zürich künftig jährliche Studiengebühren von bis zu 46 000 Franken bezahlen müssen. Zwar ist ein Aufschlag, auch für Schweizer Studierende, vom Tisch, weil die Uni die Kürzungen im Rahmen des Sanierungsprogramms (San10) ohne Erhöhung der Gebühren verkraften kann; dies hat Bildungsdirektorin Regine Aeppli (SP) vor einem Monat im TA erklärt. Die politische Ausmarchung ist aber noch nicht beendet. Damit die Zürcher Politik eine faktenbasierte Diskussion führen kann, haben die beiden SVP-Kantonsräte Andrea von Planta (Zürich) und Samuel Ramseyer (Niederglatt) den Regierungsrat um Zahlenmaterial ersucht, das Vergleiche erlaubt; dieses liegt nun vor. Es zeigt, dass die Uni Zürich im landesweiten Vergleich im vorderen Mittelfeld liegt (siehe Tabelle). Bei der Zusatzgebühr für ausländische Studierende ist die Uni Zürich das günstigste Pflaster unter all jenen Hochschulen, die einen Zuschlag erheben. Die ETH verlangt zusätzlich 1000 Franken. Aufschlussreich ist ein Blick über die Landesgrenze. In Deutschland etwa sind wie in der Schweiz die Studiengebühren unabhängig von der gewählten Studienrichtung einheitlich geregelt. Zusatzgebühren für Ausländer gibt es in keinem Bundesland. In Baden-Württemberg etwa zahlt ein Studierender pro Jahr 1000 Euro, umgerechnet etwa gleich viel wie an der Uni Zürich. 60 000 Franken in England Ein anderes System hat Österreich: Einheimische sowie Angehörige der EU-Staaten müssen während der Regelstudienzeit und den zwei folgenden Semestern nichts bezahlen. Wer die Höchstdauer eines Studiums überschreitet, muss pro neu anfallendem Jahr umgerechnet rund 1000 Franken entrichten. Schweizer und alle anderen Studierenden aus Nicht-EU-Staaten müssen für diesen Betrag während des gesamten Studiums alljährlich aufkommen. Wesentlich teurer ist es in England: An fast allen Universitäten müssen Einheimische sowie Studierende aus der EU und der Schweiz pro Jahr umgerechnet rund 5000 Franken bezahlen. Im Vergleich zu Studierenden aus Übersee ist das ein Klacks: Je nach Studienrichtung müssen sie in England jährlich zwischen 30 000 und 60 000 Franken abliefern.

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