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Zwei Renten für Hans Hollenstein

Der abgewählte Regierungsrat verzichtet auf einen Teil der Pension.

Von René Donzé Zürich – Sicherheitsdirektor Hans Hollenstein (CVP) wird keine volle Regierungsrats-Rente beziehen. Diese würde – je nach Alter und Amtsdauer – bis zu 60 Prozent des letzten Lohns von rund 330 000 Franken betragen, also bis zu 198 000 Franken – abzüglich eines Koordinationsabzugs. Bei «unverschuldeter Nichtwiederwahl» haben Regierungsräte gemäss Reglement eine normale Altersrente zugut, wenn sie mehr als vier Jahre im Amt waren und über 60 Jahre alt sind. Beide Kriterien hätte der am Sonntag abgewählte Hollenstein (62) eigentlich erfüllt. Er käme auf 55?Prozent seines Lohns. Dennoch wird er von der kantonalen Pensionskasse lediglich «einen tiefen fünfstelligen Betrag» pro Jahr beziehen, wie er gestern gegenüber dem TA ausrichten liess. Die genaue Höhe will er nicht nennen. Er habe beim Eintritt in den Regierungsrat freiwillig auf die an sich übliche Regelung verzichtet und lasse sich eine Pension ausbezahlen, die auf den effektiv geleisteten Pensionskassenbeiträgen beruhe. Er war sechs Jahre lang im Regierungsrat. «Das ergibt eine ziemlich kleine Pension», sagt Hollensteins Sprecherin Jolanda van de Graaf.Grund für seinen Verzicht ist Hollensteins früheres Amt als Stadtrat von Winterthur. Da er zum Zeitpunkt seines Wechsels nach Zürich über 55 Jahre alt war und 15 Jahre im Stadtrat sass, hat er nun – da sein Regierungsratslohn entfällt – Anspruch auf eine volle Rente aus der städtischen Pensionskasse. Diese beträgt gemäss Reglement 60 Prozent seines letzten Stadtratslohns. Dieser lag just in jenem Jahr 2005 wegen einer Sparrunde 3 Prozent tiefer als üblich, also bei 224 380 Franken. Demnach wird Hollensteins Winterthurer Pension knapp 135 000 Franken betragen. Hollenstein wollte diese Zahlen nicht kommentieren. Die Pension würde sich reduzieren, sollte er nach dem Rücktritt aus der Regierung im Mai noch einen neuen Job annehmen.

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