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Zwei Tonnen «Gammelfalafel» aus dem Verkehr gezogen

Eine Lieferung aus Ägypten war ungenügend gekühlt und verdorben.

Von Edgar Schuler Zürich – Nach den «Gammelfleisch»-Skandalen in Deutschland jetzt die «Gammelfalafel»: Am Flughafen Zürich hat der Zoll letzte Woche 2155 Kilogramm verdorbene Falafel aus dem Verkehr gezogen. Die in Ägypten hergestellten und tiefgefrorenen Kichererbsen-Bällchen waren angetaut. Damit seien sie für den Verzehr in der Schweiz nicht mehr geeignet gewesen, hiess es gestern in einer Mitteilung der Zollstelle Zürich-Flughafen. Das Lebensmittelinspektorat ordnete die Vernichtung der verdorbenen Falafelsendung an. Wie die Zollstelle schreibt, hatten Mitarbeiter die Mängel bei einer Routinekontrolle am 25.?März festgestellt. Offenbar waren die vorfabrizierten und abgepackten Falafelbällchen auf ihrer Reise aus Nordafrika in die Schweiz nicht durchgehend tiefgefroren gewesen. Die «Kühlkette» war also unterbrochen, was bei Lebensmitteln zu Qualitätsmängeln führt. Um die Konsumentinnen und Konsumenten vor einem möglichen Gesundheitsrisiko zu schützen, entschieden die Behörden, die Sendung zu beschlagnahmen und unter Zollaufsicht zu vernichten. 826 Tonnen Schmuggelware Die Kontrolle von legal importierten Lebensmitteln aufgrund der Beurteilung von Gesundheitsrisiken gehört zu den Aufgaben der Zollverwaltung. Hauptsächlich konzentriert sich der Zoll aber auf die Verhinderung des Lebensmittelschmuggels. Neben dem Schutz der Schweizer Landwirtschaft vor Billigimporten steht dabei aber auch der Schutz der Konsumenten im Vordergrund. Oft wisse man nicht, unter welchen Bedingungen geschmuggelte Lebensmittel hergestellt wurden, schreibt die Eidgenössische Zollverwaltung in ihrem Jahresbericht. Zudem würden sie häufig unter unhygienischen Bedingungen transportiert. Festgestellt wurde auch, dass vielfach die Produktionsdaten falsch sind und die Kühlvorschriften nicht eingehalten wurden. Im letzten Jahr hat der Schweizer Zoll insgesamt 826 Tonnen geschmuggelte Lebensmittel nachgewiesen. Die durch den Schmuggel hinterzogenen Zollabgaben beliefen sich auf 3,5 Millionen Franken. An erster Stelle standen dabei Früchte und Gemüse, gefolgt von Speise- und Olivenöl sowie Getreide. Erst an vierter Stelle – mit 57 Tonnen – kam 2010 das Fleisch, das sonst den Spitzenrang einnimmt.Um den Gesundheitsschutz der Schweizerinnen und Schweizer geht es dem Zoll auch bei der Kontrolle von Heilmitteln. Im letzten Jahr fanden die Beamten in fast 2000 Fällen illegal eingeführte Heilmittel. Absolute Spitzenreiter sind hier Erektionsförderer. Die konfiszierten Falafelbällchen in Kloten. Foto: Zollinspektorat Zürich-Flughafen

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