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Zwicky-Areal wird Vorzeigeprojekt

Die ehemalige Nähseidenfabrik Zwicky zwischen Dübendorf und Wallisellen ist Veranstaltungsort und Exponat einer Ausstellung über nachhaltigen Städtebau.

Von Alexander Lanner Wallisellen – Das Glattal boomt. Das 236?000 Quadratmeter grosse Zwicky-Areal entlang der Grenzezwischen Wallisellen und Dübendorf wird immer mehr durch urbane Dörflichkeit geprägt. Wo einst das Familienunternehmen Zwicky & Co. seinen Sitz hatte, sind Baumaschinen seit längerer Zeit Stammgäste. In der Ausstellung «Nachhaltiger Städtebau» in der ehemaligen Zwirnerei kann man einen ersten Einblick in die Zukunft des Areals gewinnen. Monica Zwicky von der Unternehmerfamilie sieht die Ausstellung als einen Beitrag zur Eröffnung der Glattalbahn. Sie ist froh, dass das Areal mit der Tramlinie 12 eine direkte Verbindung erhält. Autobahn und S-Bahn-Linie hätten das Gebiet in der Vergangenheit sehr stark isoliert oder gar durchtrennt. Architekt Tomaso Zanoni, der für die Planung des Zwicky-Areals zuständig ist, erklärt, dass im modernen Städtebau drei Aspekte wichtig seien: «Eine durchmischte Nutzung mit Wohnen und Arbeiten, genügend grosse Naherholungsgebiete sowie belebte Erdgeschosse mit Cafés oder Restaurants.» Im Kern des neuen Stadtteils, dem Baufeld A, bleiben die historisch wertvollen Fabrikgebäude erhalten. Darin sind moderne Wohnungen und Lofts entstanden. In der Färberei sind Kleingewerbler eingemietet. Demnächst wird auch dem Baufeld C Leben eingehaucht. Dort ist die Überbauung «Focus» mit 169 Mietwohnungen so gut wie fertig. Noch etwas Geduld brauchen die künftigen Bewohner der Überbauung im Teilgebiet F.Die 192 Wohnungen in sechs Gebäuden sind frühestens 2012 bezugsbereit. Auf dem Baufeld B2 ist ein Schulhaus der Swiss International School samt Turnhalle geplant, auf Baufeld B1 ein 75 Meter hohes Bürogebäude. Die Bau- und Wohngenossenschaft «Kraftwerk» will auf der Baufläche E mehrere Gebäude bauen, grösstenteil mit Wohnungen. Auf dem Baufeld D soll ein Bürogebäude die vorgesehenen Wohnhäuser vor dem Lärm der Überlandstrasse schützen. Die Ausstellung «Nachhaltiger Städtebau» gibt vom 18. November bis zum Herbst 2011 einen Einblick in die schweizweiten Entwicklungen, insbesondere im Grossraum Zürich. Sie ist jeweils donnerstags von 17 bis 20 Uhr geöffnet.

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