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Zwicky-Areal wird zum Vorzeigeprojekt

Die ehemalige Nähseiden- fabrik Zwicky zwischen Dübendorf und Wallisellen ist Veranstaltungsort und Exponat der Ausstellung «Nachhaltiger Städtebau».

Von Alexander Lanner Wallisellen – Das Glattal boomt. In Wallisellen und Dübendorf hat eine rege Bautätigkeit eingesetzt. Das 236?000 Quadratmeter grosse Zwicky-Areal entlang der Grenze der beiden Gemeinden wird immer mehr durch urbane Dörflichkeit geprägt. Wo einst das Familienunternehmen Zwicky & Co. seinen Hauptsitz hatte, sind Bagger und Baumaschinen seit längerer Zeit Stammgäste. In der Ausstellung zum Thema «Nachhaltiger Städtebau» in der ehemaligen Zwirnerei kann man einen ersten Einblick in die Zukunft des Areals gewinnen. Monica Zwicky von der Unternehmerfamilie sieht die Ausstellung als einen Beitrag zur Eröffnung der Glattalbahn. Sie ist froh, dass das Areal mit der Tramlinie 12 eine direkte Verbindung erhält. Autobahn und S-Bahn-Linie hätten das Gebiet in der Vergangenheit sehr stark isoliert oder gar durchtrennt. Architekt Tomaso Zanoni, der für die Planung des Zwicky-Areals zuständig ist, erklärt, dass im modernen Städtebau drei Aspekte wichtig seien: «Eine durchmischte Nutzung mit Wohnen und Arbeiten, genügend grosse Naherholungsgebiete sowie belebte Erdgeschosse mit Cafés oder Restaurants sind dabei zentral.» Alle drei Punkte werden auf dem Zwicky-Areal erfüllt sein. Schule und Hochhaus geplant Im Kern des neuen Stadtteils, dem Baufeld A, bleiben die historisch wertvollen Fabrikgebäude erhalten. Aus den ehemaligen Wohnräumen der Unternehmerfamilie und angrenzenden Büro- und Lagerräumen sind moderne Wohnungen und Lofts entstanden, die seit 2008 vermietet sind. Ausserdem sind in der Färberei Kleingewerbler eingemietet. Demnächst wird auch dem Baufeld C Leben eingehaucht. Dort ist die Überbauung «Focus» mit 169 Mietwohnungen so gut wie fertig. Zusätzlich wird eine Gewerbefläche von 1100 Quadratmetern erstellt. Noch etwas Geduld brauchen die künftigen Bewohner der Überbauung im Teilgebiet F, das auf Dübendorfer Boden liegt. In sechs Gebäuden werden 192 Wohnungen Platz finden. Bezugsbereit sind sie frühestens 2012. Auf dem Baufeld B2 ist ein Schulhaus der Swiss International School samt Turnhalle geplant, auf Baufeld B1 ein 75 Meter hohes Bürogebäude. Die Bau- und Wohngenossenschaft «Kraftwerk» will auf der Baufläche E mehrere Gebäude bauen, wobei rund 78 Prozent der Nutzfläche als Wohnungen dienen sollen. Auf dem Baufeld D soll ein längliches Bürogebäude die vorgesehenen Wohnhäuser vor dem Lärm der vielbefahrenen Überlandstrasse schützen. Bis 2018 sollen diese Bauten fertiggestellt sein. Die Ausstellung zum Schwerpunkt «Nachhaltiger Städtebau» auf dem Zwicky-Areal wird am 18. November eröffnet. Bis zum Herbst 2011 erhalten Besucher einen Einblick über die schweizweiten Entwicklungen, insbesondere im Grossraum Zürich. Die Ausstellung ist jeweils donnerstags von 17 bis 20 Uhr geöffnet. Anfragen für individuelle Führungen: info@zwicky-areal.ch.

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