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Junge Kosovarin blitzt beim Bundesgericht ab

Wetzikon hat eine 20-jährige Frau aus Kosovo, deren Eltern fürsorgeabhängig sind, zu Recht nicht eingebürgert. Die Mehrheit der Lausanner Richter erkannte keine Diskriminierung.

Das Bundesgericht hat M. den 20. Geburtstag nicht versüsst. Es wies gestern die Beschwerde der Kosovarin gegen die Stadt Wetzikon, die ihr die Einbürgerung verweigert hatte, mit drei gegen zwei Richterstimmen ab. Enttäuscht hatte die junge Frau in Lausanne zur Kenntnis zu nehmen, dass sie weiter auf den ersehnten Schweizer Pass warten muss. So lange mindestens, bis sie ihre Lehre abgeschlossen hat und finanziell auf eigenen Beinen stehen kann.

Die Mehrheit der Richter kam nach der öffentlichen Verhandlung gestern Morgen zum Schluss, dass Wetzikon M. «zumindest im Ergebnis» nicht diskriminiert habe, wie die Schweizerische Depeschenagentur meldet. Die verweigerte Einbürgerung sei nicht unverhältnismässig gewesen. M. stehe es offen, nach dem baldigen Lehrabschluss und der Aufnahme einer Arbeit «ein neues und erfolgreiches» Gesuch zu stellen. Wetzikon habe ihr denn auch vorgeschlagen, zwei bis drei Jahre zu warten.

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