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16-Jähriger tötet mutmasslich seinen Bruder

In Elgg wurde ein junger Schweizer tot in einem Treppenhaus gefunden. Die Polizei hat seinen 16-jährigen Bruder verhaftet und eine Waffe sichergestellt. Laut einem Nachbar fiel die Familie im Dorf nicht auf.

«Gut integriert»: Das 22-jährige Opfer (links), das Haus der Familie in Elgg. (Bilder: Facebook, Stefan Hohler)
«Gut integriert»: Das 22-jährige Opfer (links), das Haus der Familie in Elgg. (Bilder: Facebook, Stefan Hohler)

Die Polizei hat in Elgg, einer Gemeinde in der Nähe von Winterthur, den 22-jährigen D.F.* tot aufgefunden. Sie vermutet, dass der junge Mann von seinem 16-jährigen Bruder L.F. getötet worden war. Der mutmassliche Täter konnte festgenommen werden, wie die Kantonspolizei Zürich mitteilte. Er habe jedoch noch kein Geständnis abgelegt, ergänzt sie gegenüber der «SonntagsZeitung».

Sie hatte gestern um 17.15 Uhr die Meldung erhalten, dass im Treppenhaus eines Zweifamilienhauses ein Mann liege, wie die Kantonspolizei in einer Medienmitteilung schreibt. Die Sanität habe nur noch den Tod des 22-jährigen Schweizers feststellen können.

Normale Mittelstandfamilie

Noch am selben Abend wurde in Zürich der 16-jährige Bruder des Toten angehalten und verhaftet. Er ist laut der Polizei dringend tatverdächtig und befindet sich in Untersuchungshaft. Die mutmassliche Tatwaffe sei sichergestellt worden. Die Hintergründe der Tat sowie das Motiv seien noch nicht geklärt.

Die Familie des Opfers ist in der Gemeinde gut integriert. Die drei Kinder sind dort aufgewachsen: ein 22-jähriger Sohn – das Opfer –, eine 20-jährige Tochter und der mutmassliche 16-jährige Täter. In der Nachbarschaft kann man das Geschehene kaum glauben. Ein Bekannter beschreibt die Betroffenen als eine «ganz normale Mittelstandfamilie». So wie viele andere Familien, die in der Gegend wohnen.

Das Opfer hatte an der Universität Zürich Germanistik studiert und sang in der Freizeit in einer Band. Diese hätte heute Abend an einem Open Air spielen sollen, das inzwischen abgesagt wurde.

Keine Angaben über Tatwaffe

Laut Stefan Oberlin, Sprecher der Kantonspolizei Zürich können aus ermittlungstechnischen Gründen im Moment noch keine Angaben über die Tatwaffe und die tödlichen Verletzungen des Opfers gemacht werden, unter anderem weil vom mutmasslichen Täter noch kein Geständnis vorliege. Der Jugendliche war bis jetzt polizeilich nicht bekannt. Laut Nachbarn soll er die Sekundarschule oder das Gymnasium besuchen.

* Name der Redaktion bekannt

SDA/hoh/wid/fko

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