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Finanzdebakel im reichen Zollikon

Nachdem Zollikon den Steuersatz um 3 statt 6 Prozent angehoben hat, sind drei Gemeinderäte zurückgetreten. Das könnten sie «ethisch» nicht vertreten. Ob das als Grund reicht, um ein Amt abzugeben, ist fraglich.

Wolken über dem Schulhaus Buechholz in Zollikon: Die Finanzlage der reichen Gemeinde sieht düster aus.
Wolken über dem Schulhaus Buechholz in Zollikon: Die Finanzlage der reichen Gemeinde sieht düster aus.
Markus May

Für Exekutiven gilt gemäss Gesetz über die politischen Rechte Amtszwang. Wer die Wahl angenommen hat und während der Amtszeit zurücktreten will, braucht triftige Gründe. Der Wegzug aus der Gemeinde ist so einer. Oder eine schwere Krankheit.

Die drei Zolliker Gemeinderäte haben aber ein anderes Problem. Sie geben an, dass jüngste Entscheide der Gemeindeversammlung (GV) gegen ihre «ethischen Grundsätze verstossen». Ob dies reicht, steht in den Sternen. Das Gesuch um Entlassung ist beim Bezirksrat Meilen deponiert. Dieser hat allerdings nicht den Ruf, besonders streng mit Rücktrittsgesuchen umzugehen.

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