Zum Hauptinhalt springen

Alexandra Sprüngli baute für die Altersvorsorge

Die verstorbene Witwe von Rudolph Sprüngli wollte auf dem Areal ihres Hauses auf der Forch einen Bungalow erstellen lassen und ihn im Baurecht abgeben.

Auf dem weitläufigen Grundstück des vor einem Jahr abgebrochenen Hauses zur Quelle auf der Forch steht nur ein Fundament. Die Bautätigkeit ist seit dem überraschenden Tod der 64-jährigen Alexandra Sprüngli im Januar eingestellt. Wie mehrere Anwohner gegenüber dem TA erklärten, wollte sie auf dem Areal zwischen der Forch- und der Guldenenstrasse einen einstöckigen Bungalow erstellen lassen und das Gebäude im Baurecht abgeben. «Sie sagte, dass dies ihre Altersvorsorge sein soll», sagt ein Nachbar.

Vor dem Abbruch des Hauses im letzten Sommer hatte Sprüngli alleine im grossen Gebäude gewohnt. Danach zog sie in ein Reiheneinfamilienhaus an der Forchstrasse, das an das Areal des Hauses zur Quelle grenzt. In diesem Haus hatten früher der Gärtner und andere Bedienstete gelebt. Die Liegenschaft ist sehr gepflegt. Derzeit sind alle Rollläden geschlossen. Im Garten steht eine Kirchenglocke. Sprüngli war sehr religiös, wie ein Blick auf ihre Website zeigt.

Mit Hund Miro unterwegs

Die Witwe lebte zurückgezogen, die Anwohner sahen sie aber regelmässig mit ihrem Trüffelsuchhund Miro auf Spaziergängen. Sprüngli habe immer freundlich gegrüsst, zu längeren Gesprächen sei es aber nicht gekommen. Beratungen und Heilungen habe sie nicht mehr viele gemacht, kaum jemand habe ihr Haus an der Forchstrasse besucht, sagt ein Nachbar. Diese Tätigkeiten hatte sie nach eigenen Angaben im Jahr 1975 vollberuflich aufgenommen.

Mit dem Tod von Sprüngli wurde der Bau des geplanten Bungalows eingestellt. Warum, ist nicht bekannt. Gemäss dem Notariat Uster, das auch für Sprünglis Gemeinde Maur zuständig ist, ist noch kein Baurecht eingetragen. Sprüngli war bis zu ihrem Tod Eigentümerin des Grundstücks.

Die Bauherrschaft ist eine im Kanton Zug domizilierte Firma. Ein Firmensprecher wollte nichts zu den Bauplänen sagen. Nachbarn vermuten, dass die Erben die Bautätigkeit eingestellt haben. Das grosse Bauareal ist völlig abgeschirmt. Der Eingang an der Guldenenstrasse ist mit einer hohen Bretterwand verschlossen, und es ist eine Videokamera installiert. Auch die Seite an der Forchstrasse ist mit einem hohen Zaun versperrt.

Einsprachen bis zum 8. Juli

Wer das Grundstück und das angrenzende Reiheneinfamilienhaus erhält, ist nicht bekannt. Die gesetzlichen Erben haben bis zum 8. Juli Zeit, gegen das Testament von Alexandra Sprüngli beim Bezirksgericht Uster Einsprache zu erheben. Sie hat mehrere Erben eingesetzt. Nachbarn vermuten, dass es Personen oder Organisationen aus dem religiösen und spirituellen Umfeld der Verstorbenen sind.

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch